Erste Würdigungen des Buches findet sich hier:

 

Nico Schulte-Ebbert:

Zum 100. Geburtstag des Philosophen Hans Blumenberg legt Uwe Wolff eine ganz persönliche Hommage an seinen Lehrer vor

  

https://denkkerker.com/2020/02/29/erinnerungsarbeit-am-mythos/ 

 

 Michael Bernhart:

Der Mann, der den "unsichtbaren Philosophen" sah - und ihm folgte

 

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 Markus Hundeck:

Am Schreibtisch fehlt ein Fuß

 

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"Der Schreibtisch des Philosophen"

führt in die Siebziger Jahre und

ist die Fortsetzung meiner Jugenderinnerungen

an eine Kindheit in Münster: 

 

 

 

"Aber die Geschichten sind noch nicht tot,

sie sind noch nicht zur Geschichte geworden,

das geheime Leben in ihnen kann heute oder morgen

bei dir oder bei mir wieder zum Vorschein kommen."

 

Gershom Scholem.

Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen

 

 

 

 

 

 So kam der Schreibtisch ins Hildesheimer Land:

Im Vordergrund unser Nachbar Lothar,

im Hintergrund der Grieche Hermes Trismegistos von der Dachser Spedition.

 

 

 

Der neue Ort:

 

 

  

Tobit (Tøbit) der Blogger, Wächter am Schreibtisch: 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Ravensburg - Bad Salzdetfurth:

Der Schreibtisch wird geliefert

  

Münster:

Vorlesungen im Schloss

 

Sterne über dem Dom:

Die Sprechstunde

 

 

Schulzeit in Lübeck:

Absolutismus der Wirklichkeit

 

 

Innere Emigration:

Krieg, Arbeitslager und Gefangenschaft

 

  

Praktische Philosophie:

Vorsicht im Umgang mit Engeln

 

  

In Nacht und Eis:

Leben mit dem Weltuntergang

 

 

Danksagung

 

 

Mein Dank gilt zuerst Tobias, Miriam und Dadini Blumenberg.

 

Ich gedenke der Wegbegleiter, die uns bereits vorausgegangen sind: Lisa Dräger, Ferdinand Fellmann, Karl-Heinz Gerschmann, Ernst Jünger, Walter Kropp, Ulrich und Martin Thoemmes,

 

Meine „Erinnerungen an Hans Blumenberg“ führen in meine Geburtsstadt Münster zurück. Ich erzähle von einer Zeit des geistigen Erwachens vor beinahe fünfzig Jahren. Mich haben Lebenszeugnisse immer interessiert. Das gilt für die eigene Familie, die Lehrer und Wegbegleiter, aber auch für die Gestalt großer Menschen.

 

Es gibt sehr verschiedene Arten biografischen Schreibens. Mich reizt die archäologische Biografiearbeit, bei der ich mich in einem weitgehend noch unentdeckten Raum bewege. So habe ich es beispielsweise mit den Biografien von Anneliese Michel, Walter Nigg, Edzard Schaper oder Erwin Iserloh gehalten. Über das Leben von Hans Blumenberg besitzen wir bislang keine wesentlichen Zeugnisse derjenigen, die ihn erlebt haben. Viele biografische Dokumente - wie unser gemeinsamer Briefwechsel (https://www.dla-marbach.de/katalog/handschriften/) - werden von den Inhabern der Rechte noch unter Verschluss gehalten. Dafür gibt es Gründe.

 

Alles hat seine Zeit. Jetzt ist die Zeit des Erzählens. Hans Blumenberg teilte meine Freude am biografischen Zeugnis, wenn er die zahlreichen zeitgenössischen Berichte über Johann Wolfgang von Goethe, Sigmund Freud oder Rainer Maria Rilke mit Vergnügen las und in seinen Erzählungen anschaulich zu biografischen Schlüsselszenen verdichtete. 

 

Meine Erinnerungen folgen dieser Tradition der Lebenszeugnisse. Erinnerung (memoria) ist eine Pflicht der Lebenden und ein Dienst an den Verstorbenen. Ohne sie gibt es keine Kultur.

 

Meine Erinnerungsarbeit ist beendet. Undine und ich gehen mit Tobit durch die Feldmark.

 

„Der Schreibtisch des Philosophen“, fragt Undine. „Was passiert mit ihm, wenn wir eines Tages nicht mehr sind?“ 

 

„Diese Geschichte wird ein anderer erzählen,“ antworte ich.