"Se så! nu begynder vi.

Når vi er ved enden af historien 

ved vi mere, end vi ved nu",

 

sagt Hans Christian Andersen

zu Beginn seiner "Snedronningen".

 

Wie wahr!

 

So fange auch ich hier an,

das Märchen unseres Sabbatjahres für Euch zu erzählen.

 

Bornholm in Sichtweite

 

 

Karl Christian Felmy, S.E. Kurt Kardinal Koch und Uwe Wolff  freuen sich mit den Gästen

(Photo: Professor Dr. Barbara Hallensleben/Fribourg)

 

 

 

 

Edzard Schaper als ökumenischer Grenzgänger

von S.E. Kurt Kardinal Koch 

 

(Aus der Ansprache bei der Präsentation des Buches von Uwe Wolff

„Der vierte König lebt! Edzard Schaper – Dichter des 20. Jahrhunderts“

in der Apostolischen Nuntiatur in der Schweiz in Bern am 7. November 2012.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

 

 

 

„Man macht eben nicht ungestraft eine Reise in die Provinzen seines Herzens – und geht dann wieder in das Exil seines Verstandes.“ Dieses auf den ersten Blick änigmatische, ttiefer gesehen jedoch aufschlussreiche Wort in einem Brief Edzard Schapers aus dem Jahre 1949 führt uns in das innerste Geheimnis seines Lebens und seines schriftstellerischen Wirkens: Edzard Schaper war in seinem ganzen Wesen ein Grenzgänger, und zwar seit seiner Geburt. Dies gilt bereits von seiner äusseren Biographie, die ihn von Deutschland über Estland, über Finnland und Schweden in die Schweiz geführt hat. Indem er an den Grenzen von Nordosteuropa in einer Zeit grosser Umbrüche und weit reichender Umwälzungen gelebt hat, ermöglicht Uwe Wolffs faszinierende Biographie Edzard Schapers auch eine Reise im Geist durch Europa und seine ebenso grosse wie tragische Geschichte in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Als ein Mensch, dessen Passion das Schreiben gewesen ist und der wegen der Freimütigkeit seines Denkens und Schreibens sowohl vom sowjetischen Russland als auch vom nationalsozialistischen Deutschland zum Tode verurteilt worden ist und sich deshalb immer wieder auf der Flucht befunden hat, bis er in der Schweiz eine gewisse Heimat gefunden hat, bringt er das scharfe Licht des Schriftstellers in das Dunkle der europäischen Geschichte, das wir nie der Vergessenheit anheimgeben dürfen.

Ein Grenzgänger war Schaper aber auch in seiner inneren Biographie. Auch sie hat ihren Ort an der Grenze. Seine immer wieder eintretenden Nervenzusammenbrüche zeigen die Grenzen in seinem psychischen Leben, das auch von Suizidgedanken nicht frei gewesen ist, in dem er sich aber immer wieder auch mit der therapeutischen Kraft des Schreibens aufrichten konnte. „Das hohe Mass an Produktivität war die Kehrseite seiner Traurigkeit“ (284): Mit diesem Satz hat Uwe Wolff den inneren Grenzgang in der Biographie Schapers wohl meisterhaft und sensibel zugleich zum Ausdruck gebracht. Von daher wird es nicht überraschen, dass auch Schapers religiöses Denken und seine Spiritualität das Kennzeichen der Grenze tragen, nämlich die Grenze zwischen Schuld und Erlösung, die Grenze zwischen Tod und Auferstehung, die Grenze zwischen Karfreitag und Ostern und in allem die Grenze zwischen Anfechtung und Gnade. Dass es keinen Glauben ohne Anfechtung, keine Gewissheit ohne Zweifel und deshalb auch keine Erlösung ohne Versuchung geben kann, zieht sich wie ein roter Faden durch die Biographie Schapers und dürfte sie gerade für die vielen suchenden Menschen von heute existenziell in besonderer Weise zugänglich machen.

Ein Grenzgänger war Edzard Schaper vor allem auch in ökumenischer Hinsicht, der wir unsere besondere Aufmerksamkeit widmen wollen. Wiederum gilt dies zunächst von seiner äusseren Biographie: Seine Kindheit und Jugend hat er in evangelischer Frömmigkeit und lutheranischer Umgebung vollbracht, dann kam er in Kontakt mit dem östlichen Christentum und begegnete orthodoxen Christen und Christinnen, die in der Verfolgung ihre Treue zum Glauben bewährt haben, und schliesslich liess er sich in der katholischen Kirche beheimaten, in die er im Jahre 1961 in der Klosterkirche Einsiedeln aufgenommen worden ist. Seine Konversion zur katholischen Kirche hat Schaper aus tiefer Überzeugung vollzogen, genauerhin in der Gewissheit, die er in einem Brief aus dem Jahre 1954 dahingehend ausgesprochen hat, dass Gottes Kirche „in allen Konfessionen, sicher aber trotz allem am gegenwärtigsten in der katholischen Kirche“ ist. Wenn er in demselben Brief seine Konversion dahingehend gedeutet hat, „dass man katholisch werden muss, um evangelisch sein zu können“, und dass „uns aufgegeben ist, die unverlierbaren Entdeckungen des protestantischen Zeitalters heimzuholen in einem katholischen Sinn“, dann zeigt Schaper damit, dass er seine Konversion nicht in einem konfessionalistischen Sinn verstanden hat, sondern von einem weiten Begriff des Katholischen ausgegangen ist, den er mit seiner Überzeugung zum Ausdruck gebracht hat, „dass Gottes Kirche quer durch alle Konfessionen geht“. Und wenn er in seinem Buch „Die sterbende Kirche“ schreibt, dass alle Kirchen „gut für die Seele“ sind, „die da glauben will und Gott sucht“ (333), dann geht es Schaper elementar um eine Ökumene der glaubenden Herzen, die nicht Christen von anderen Kirchen abwerben und aus ihnen Konvertiten machen, sondern Christen auch in anderen Kirchen in ihrem Glauben an Christus stärken will.

Bei der Lektüre von Schapers Biographie und insbesondere seiner ökumenischen Überzeugungen kam mir unwillkürlich eine ähnliche ökumenische Vision, und zwar ebenfalls eines Schriftstellers in den Sinn, nämlich Solowjevs „Kurze Erzählung vom Antichristen“. Sie ist von der Gewissheit getragen, dass auf der einen Seite im Augenblick der letzten Entscheidung vor Gott sichtbar werden wird, dass in allen drei Gemeinschaften, nämlich bei Petrus, Paulus und Johannes, Parteigänger des Antichrist leben, die mit ihm gemeinsame Sache machen, dass aber auch in allen drei Gemeinschaften wahre Christen leben, die dem Herrn bis in die Stunde seines Kommens hinein die Treue halten, und dass sich auf der anderen Seite vor dem Angesicht des wiederkommenden Christus die Getrennten um Petrus, Paulus und Johannes als Brüder und Schwestern erkennen werden. Mit dieser Erzählung will Solowjev gewiss nicht die Einheit der Christen ans Ende der Tage verschieben oder auf die Zeit nach der Wiederkunft des Herrn vertagen. Auch wenn die endgültige Scheidung zwischen den Parteigängern des Antichrist und den treuen Gefährten Christi erst am Ende der Tage geschehen wird, will Solowjev gerade dazu einladen und herausfordern, dass die Christen einander bereits jetzt mit den Augen des wiederkommenden Christus betrachten, in denen Petrus, Paulus und Johannes unlösbar zusammengehören. Wahrhafte Ökumene heisst von daher, und jetzt mit Worten von Papst Benedikt XVI. und in Anlehnung an Solowjev formuliert, dass alle Christen „schon jetzt im eschatologischen Licht leben, im Licht des wiederkehrenden Christus“ und dass sie, wenn sie unterwegs zum wiederkommenden Christus sind, auch unterwegs zur Einheit untereinander sind und bereits als Getrennte eins sein können, nämlich im gemeinsamen Glauben an Christus.

Darin besteht die Ökumene der glaubenden Herzen, von der Edzard Schaper Zeugnis gibt. Er hat sie aber noch weiter vertieft mit der Beherzigung jener Wirklichkeit, die er in seinem Buch „Die sterbende Kirche“ eingehend beschrieben hat, nämlich den wahrnehmbaren Verfall der christlichen Tradition und die neue Realität der Christenverfolgung. Die Erfahrung des gemeinsamen Martyriums von lutherischen Theologen und orthodoxen Bischöfen im Baltikum hat ihn zur Erkenntnis dessen geführt, was wir heute Ökumene der Märtyrer nennen und was in der heutigen Welt eine ganz neue Aktualität gewonnen hat, weil 80 % aller Menschen, die heute wegen ihres Glaubens verfolgt sind , Christen sind, weil die Kirche am Ende des Zweiten und am Beginn des Dritten Jahrtausends erneut Märtyrerkirche geworden ist und weil dabei alle christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften ihre Märtyrer haben. Schapers „sterbende Kirche“ liest sich heute deshalb auch wie eine Vorahnung dessen, was erst noch kommen sollte.

Die Ökumene der Märtyrer enthält bei aller Tragik auch eine schöne Verheissung: Trotz des Dramas der Kirchenspaltungen haben die standfesten Glaubenszeugen in allen christlichen Kirchen und Gemeinschaften gezeigt, wie Gott selbst bei den Glaubenden die Gemeinschaft unter dem höchsten Anspruch des mit dem Opfer des Lebens bezeugten Glaubens auf einer tieferen Ebene aufrecht erhält. Während wir Christen und Kirchen auf dieser Erde noch in einer unvollkommenen Gemeinschaft zu- und miteinander stehen, leben die Märtyrer in der himmlischen Herrlichkeit bereits jetzt in voller und vollendeter Gemeinschaft. Die Märtyrer sind deshalb, wie Papst Johannes Paul II. eindrücklich hervorgehoben hat, „Beweis dafür, dass in der Ganzhingabe seiner selbst an die Sache des Evangeliums jedes Element der Spaltung bewältigt und überwunden werden kann“. Bei der Ökumene der Märtyrer bestätigt sich erneut die Überzeugung der Alten Kirche, dass das Blut der Märtyrer der Same der Kirche ist, so dass wir auch heute in der Hoffnung leben dürfen, dass sich das Blut der Märtyrer im vergangenen und gegenwärtigen Jahrhundert als Same der vollen Einheit des Leibes Christi erweisen wird.

Die Ökumene der Märtyrer, die das Lebenswerk Edzard Schapers begleitet, erweist sich damit als der innerste Kern jener Ökumene der glaubenden Herzen, die sein ökumenisches Vermächtnis darstellt und die heute nichts an Aktualität eingebüsst hat. Wenn ich richtig sehe, geht heute in der Ökumene die eigentliche Scheidelinie quer durch die Kirchen hindurch, nämlich zwischen jener heute vor allem in der Öffentlichkeit dominierenden liberalen katholisch-evangelischen Ökumene, die die Glaubensunterschiede überspringt und eigenmächtig ihre eigenen Ziele verfolgt, und jener geistlichen Ökumene, die an die Ursprünge der Ökumenischen Bewegung zurück geht und darum weiss, dass die Einheit bei allen unseren menschlichen Anstrengungen letztlich das unableitbare Geschenk Gottes ist, dass aber gerade das gemeinsame Beten um dieses Geschenk die Christen schon heute vereint. Wenn Edzard Schaper von sich bekannt hat, als Katholik wolle er „nichts anderes sein als der letzte orthodoxe Lutheraner“, dann will er dies gewiss nicht im Sinne der liberalen, sondern im Sinne der geistlichen Ökumene verstanden wissen. Darin erblicke ich das ökumenische Vermächtnis des Grenzgängers Schapers, für das wir dankbar sein dürfen und mit dem wir in eine gute ökumenische Zukunft hinein gehen können.

 

 

 

 

 "Wolff ist hier eine großartige Biographie des 20. Jahrhunderts gelungen.

Sie liest sich wie ein ungemein spannender historischer Roman

und ist doch mit einem derartigen Fleiß und größter Sorgfalt

unter Erschließung kaum zugänglicher Quellen und Geheimarchive geschrieben,

dass man zu jeder Bewunderung bereit ist."

Dr. Eckhard Lieb

 

 

*

 

 

"Meine erste "Begegnung" mit Edzard Schaper, waren die alten Bücher, die in der Bibliothek meines Vaters standen. Verwundert hatte mich der Vorname. Ich hatte noch nie von jemandem gehört, der Edzard heisst. Die Titel der Bücher waren nicht extrem attraktiv (z.B. "Die sterbende Kirche") für meine jungen Augen und die Sprache etwas altertümlich.

Meine zweite "Begegnung" fand statt in Münster (Wallis) während der Ferien. Ich schaute aus dem Fenster meiner Ferienwohnung und sah ein altes Haus. Die Leute im Dorf sagten, dass in diesem Haus ein berühmter Schriftsteller wohnte, aber niemand wusste so ganz genau was er geschrieben hat. Ich wollte mehr wissen…
In der Buchhandlung von Münster gab es nur ein einziges Buch von ihm:

"Die Legende vom vierten König / Das Christkind aus den großen Wäldern".

Wie kommt es, dass ein einst sehr viel gelesener Autor in (fast) totale Vergessenheit gerät?

Uwe Wolff kann es erklären.

Er führt den Leser durch die Verästelungen des Lebens Edzard Schapers,

wobei er oft interessanten Zweigen folgt, oder besonders schillernde Blätter von ganz nah betrachtet – einfach genial!

Das Ergebnis ist, dass nicht nur ein sehr interessanter, ungewöhnlicher und widerspruchsvoller Mensch, sondern eine ganze Epoche, und eine untergegangene Welt (vor allem die der Baltendeutschen, und die der Unabhängigkeits- und Überlebenskämpfe der ost- und nordeuropäischen Völker) auf sehr spannende Art beschrieben werden.

Das Buch war ein Erlebnis!"

 

Bernhard Gerth

 

 

 

 

 

 


"Es geht durch unsere Hände, kommt aber her von Gott..."

Matthias Claudius

 

 

Die Fünfziger Jahre, in die meine Generation geboren wurde, kannten noch ein starkes katholisches Profil. Einige erfüllt es im Rückblick mit Wut, andere mit Wehmut. Als Kind aus einer „Mischehe“ nahm ich es mit Faszination und zugleich einem Gefühl des Ausgeschlossenseins wahr. Erhebend die Gebete zum Schutzengel im Katholischen Kindergarten St. Ida. Geheimnisvoll das rot leuchtende Ewige Licht im Halbdunkel der Kirche und die Kreuzwegstationen an den Wänden. Gefährlich der Gang in die Nachbarstraße. Dort wohnten die Katholiken. Sie verteidigten ihr Revier gegen uns Kinder aus der evangelischen Straße, besonders wenn zu Fronleichnam der Straßenaltar aufgebaut wurde. Unter ihnen war nicht nur beim Schmücken des Altars das Leben aus der eucharistischen Mitte spürbar, die wir nicht besaßen. Sie waren durch das Messopfer gestärkt und zugleich gestählt durch die Freizeiten der St. Georgs-Pfadfinder, sie zeigten Flagge bei den Prozessionen zur Muttergottes von Telgte, gingen jeden Sonntag als Familie zur Heiligen Messe und beugten die Knie vor dem Lamm Gottes, das hinwegnimmt ihre Sünden. Diese Welt ist längst untergegangen.

 

 

 

 

Mit angehaltenem Atem - Epiphanie 1959: Kindergarten St. Ida - Münster Gremmendorf

 

In meiner Familie besuchte nur die katholische Großmutter die Vorabendmesse. Evangelisch getauft und konfirmiert ging ich wie Oma Selma allein in den Gottesdienst, leitete später Kindergottesdienste und leistete den Zivildienst im Synodalen Jugendpfarramt. Im Studium der Evangelischen Theologie für das höhere Lehramt erlebte ich ab 1975 eine Welt ohne Geschichte. Wären nicht Lehrer wie der Mittelalterforscher Friedrich Ohly oder der Philosoph Hans Blumenberg gewesen, ich hätte von dem Reichtum der Tradition wenig erfahren. Zwischen Bibel, Luther und Karl Barth lagen Wüstungen. Feinkörnig wie Sand war auch die Auslegung des Neuen Testaments durch Rudolf Bultmanns Epigonen. Was am Ende von der Heiligen Schrift übrig bliebt, war ein wenig Wüstenstaub an den Fingern.

So musste ich mich in meiner Identität als junger Lehrer und bald Ausbilder von Religionslehrern auf ein anderes Fundament stellen. Ich suchte nach erfahrungsbezogenen Zugängen zu Bibel, Gesangbuch und Kirchengeschichte, die sich bald als Schwerpunkte meiner Didaktik herausstellten. An Erzählungen von Engeln und Heiligen interessierte mich das in ihnen verborgene biographische Zeugnis vom Wunder des Glaubens. So kam ich auf der Suche nach Orientierung zu Hans Urs von Balthasars „Theodramatik“ und „Große Heilige“ von Walter Nigg. Der reformierte Pfarrer einer kleinen Gemeinde bei Zürich hatte mit seinen Büchern über die Heiligen ein katholisches Publikum erreicht, das nun sein Erbe fern des Glanzes alter legendarischer Vergoldung sehen lernte. Walter Nigg moralisierte nicht, wie es heute wieder kirchlicher Brauch geworden ist, sondern erzählte auf dem Hintergrund eigener Erfahrungen von den Labyrinthwegen des Herzens. So wurde Hagiografie zum Spiegel biografischer Selbsterkenntnis.

Bei Herder hatte ich Bücher über Engel, Heilige und die großen Symbole des Christentums veröffentlicht. Ich hielt Vorträge in Gemeinden, Kindergärten, Schulen, Akademien. 1995 lud mich Barbara Hallensleben zu dem Engelsymposion „Un ange passe…“ nach Fribourg ein und ermutigte mich, die Biografie Walter Niggs zu schreiben. Mit ihr wurde ich an der Katholischen Fakultät zum Doktor der Heiligen Theologie („Sacrae Theologiae Doctor“), wie es auf der lateinischen Urkunde hieß, promoviert.

Die Schülerin Erwin Iserlohs („Der Thesenanschlag fand nicht statt!“) ist Professorin für Dogmatik und Theologie der Ökumene. Papst Franziskus berief sie unlängst in die Studienkommission zur Überprüfung einer Zulassung von Frauen zur Diakoninnenweihe. In Fribourg erlebte ich die geistige Weite und Vielfalt einer katholischen Theologie mit ökumenischem Horizont, die vor allen Dingen auch die Kirchen des Ostens in den Blick nimmt. Ich folgte der Einladung, Exerzitien zu halten, lernte wunderbare Ordensleute kennen, durfte ihr Gebetsleben und die Schönheit der Liturgie teilen. An der Seite von Pater Franz OFM begab ich mich auf Pilgerreise nach Assisi und hörte auf dem La Verna die Lauretanische Litanei, von der Hans Blumenberg gesprochen hatte.


Vor einem Austritt aus meiner Kirche scheute ich zurück. Ich habe das evangelische Kirchenlied - auch als Erbe meiner Mutter - immer geliebt, allen voran die vielstrophigen Gesänge Paul Gerhardts und Gerhard Tersteegens. Unzählige Male habe ich meinen Kindern „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Weißt du, wieviel Sternlein stehen?“ zum Einschlafen vorgesungen. Es gibt nichts Vergleichbares in meiner Muttersprache. Konnte ich nicht in der evangelischen Kirche katholisch sein? Seit Friedrich Heiler haben evangelische Pfarrer versucht, eine evangelische Katholizität in apostolischer Sukzession nach dem Vorbild der schwedischen Staatskirche zu leben. Einige von ihnen haben sich als Mitglieder einer Bruderschaft sogar zum Priester weihen lassen. In den meisten Fällen geschah dies, ohne dass der Kirchenvorstand davon erfuhr. Es gibt viel heimliche Weisheit und katholische Sehnsucht unter den evangelischem Pfarrern, aber noch mehr Angst vor Überfremdung unter den Gemeindemitgliedern. Evangelische Identität besteht oftmals aus reiner Abgrenzung gegenüber der katholischen Tradition. In der evangelischen Kirche kann man nicht katholisch sein. Man muss den Sprung in die Mitte wagen, gerade jetzt, wo die Altäre immer mehr verhüllt werden und der Mundbinde mehr zugetraut wird als der Eucharistie. Wir erleben „Die sterbende Kirche“ (1936), die Edzard Schaper in einem Roman beschrieben hat, aber auch den „Letzten Advent“ (1953), den ein Anschlussroman eröffnet. Die Kirche findet zu ihren Ursprüngen zurück und wird daran gesunden.

In einer Zeit der großen Wende gründete Benedikt von Nursia ein Kloster und stellte das Leben der Mönche in eine feste Ordnung, in demselben Jahr 529, als die Akademie Platons als höchstes Symbol der Weisheit dieser Welt geschlossen wurde. Benedikts Schule des Glaubens diente nicht nur der Stabilisierung des Einzelnen, sondern war als Kulturstiftung auch die Bewahrung einer von Auflösung bedrohten Tradition. Ich meine etwas von diesem Geist zu spüren, wenn ich die Heilige Messe mitfeiere. Hier wird eine Ordnung erfahrbar, die weltweit gilt und trägt. Im Messopfer wird die Mitte des Glaubens erfahrbar: Gottes Gegenwart. Hier beugen Menschen die Knie vor dem Geheimnis des Glaubens. Hier erfahren sie Vergebung und Befreiung. Christus spricht nur ein Wort, und die Seele wird gesund.

Zu den geheimnisvollen Fügungen auf dem Weg zur Mitte gehörte schließlich die Begegnung mit Pfarrer Thomas Blumenberg von St. Gallus in Detfurth. Ich wusste seit Jahren, dass in seiner Kirche einige der Vorfahren meines Lehrers Hans Blumenberg getauft und gefirmt worden waren. Mir war auch bekannt, dass der Priester und der Philosoph entfernt miteinander verwandt waren. Aber erst meine Arbeit an der Biographie Hans Blumenbergs führte mich in die Messe dieses Pfarrers. Da fühlte ich: Hier gehörst du hin. So kam ich an, wo ich schon immer gewesen war.

 

 

 

 

 

St. Gallus-Kirche in Detfurth. Sitz von Pfarrer Blumenberg

 

 

 

Gallarus Oratory, Dingle, County Kerry (2000)

 

 

 

 

 

 

 

 

Wiederkehr der Engel:

 Thesen zum weiteren Gespräch 

 

Die folgenden Thesen verstehen sich als Impulse zur verantwortlichen Rede von Gottes Engeln. Sie sollen zeigen, dass Engel Anknüpfungspunkte für den interreligiösen, interkul­turellen, alle Zeit- und Lebensalter umspannenden Dialog stiftet. Der Engel eröffnet den Zugang zu Glaubensvorstellungen in Geschichte und Gegenwart und ermöglicht in Religionsunterricht und Gemeindearbeit den kritischen Dialog zwischen christlichem und nichtchristlichem Gottesbild.

 

These 1

Engel gehören zur Sprache der Offenbarung. Die ganze Bibel bezeugt im Alten und Neuen Testament Gottes Wirken durch die Engel. Damit bereichert sie die Rede von Gottes Eingriffsmöglichkeiten in die Geschichte durch Christus, den Heiligen Geist und die Propheten. Ein Verzicht auf die Rede von Engeln bedeutete eine Verarmung der Sprache der Offenbarung.

 

These 2

Engel gehören zur Sprache aller monotheistischen Religionen. Das Christen­tum teilt mit den großen monotheistischen Bruderreligionen Islam und Judentum die Mittlerfigur des Engels. Kein Monotheismus kann ohne sie gedacht werden. Der interreligiöse Dialog unter dem Aspekt der Engelvor­stellung führt zur Erkenntnis gemeinsamer Sprach- und Offenbarungstradi­tionen und damit zur Toleranz.

 

These 3

Engel gehören zur gemeinsamen Sprache von Altem und Neuen Testament. Während Christus erst im NT erscheint, die Propheten des ATs wiederum verschwinden, bleibt die Mittlerfigur von Gottes Geist, der Engel, von der Genesis bis zur Apokalypse ungebrochen gegenwärtig. Stärker als die neu­testamentliche Typologie vernetzt die Gestalt des Engels AT und NT und kann somit eine unbelastete Grundlage für den jüdisch-christlichen Dialog bilden.

 

These 4

Engel bringen Gott ins Gespräch. Die Rede vom biblischen Zentralmedium Engel eröffnet einen neuen, interessanten und unverbrauchten Zugang zur Frage nach Gottes Geist und seinem Wirken. Stärker als die durch Vertraut­heit und formelhaften Gebrauch unscharf gewordenen Sprachformen der, Rede von Christus (Christologie) und seiner Heilsbedeutung für den Menschen (Soteriologie), provoziert die Rede von Gottes Engeln Neugierde und Nach­denklichkeit über das Wirken Gottes in der Welt (3. Artikel). Bereits die Namen der biblischen Engel deuten den Hinweischarakter ihres Erscheinens an. Als Mittlerfigur zwischen Gott und Mensch bringt der Engel beide ins Gespräch. 

 

These 5

Engel richten den Blick auf Gottes Geist. Die Wiederkehr der Rede von Engeln in Dichtung, Film und in der Kunst steht in Zusammen­hang mit der Suche nach einer neuen Spiritualität. Christen können im Dialog mit diesem Zeitgeist ihr Erbe neu entdecken.

 

These 6

Engel zeigen die wahre Gestalt des Menschen. Die Rede vom Schutz- oder Begleitengel eröffnet ein neues Nachdenken über das Wesen und die wahre Gestalt des Menschen vor Gott. Der Engel zeigt als ein Wesen der dienenden Hingabe an Gott das Bild der reinen Schöpfernatur (Gottes Ebenbild) und setzt so einen Kontrast zur gebrochenen Existenz des Menschen. Damit eröffnet er einen neuen Zugang zu dem heute schwer zu vermittelnden Sün­denbegriff.

 

These 7

Engel bringen Christus ins Gespräch. Indem der Engel in der Welt das wahre Bild des Menschen erscheinen läßt und damit einen Kontrast zur gefallenen, sündigen Natur schafft, weist er auf die Notwendigkeit der Erlösung hin. 

 

These 8

Engel befreien aus der Ichbezogenheit. Der Engel stellt den einzelnen Menschen in einen sozialen und religiösen Kontext und stiftet damit ein ganzheitliches Ich- und Welterleben. Er führt aus der Ichbezogenheit und Vereinzelung zum Dialog. Somit ist er ein kritischer Gesprächspartner der Sicht des Menschen in Psychologie, Psychoanalyse und Anthroposophie.

 

These 9

Engel stellen die christliche Gemeinde in einen kosmischen Zusammenhang. Im Gesang und Gebet des Gottesdienstes ist die Gemeinde Teil der univer­salen Gemeinschaft des Gotteslobes.

 

These 10

Engel stellen Umwelt her. Der Engel setzt den Menschen in ökologische Kontexte und lehrt die Welt als Einheit zu sehen. Er führt zu einer ganz­heitlichen Sicht des Menschen und der Welt. Eine theologische Ethik, die ökologische Horizonte zu denken wagt, wird sich auf Gottes Engel besinnen dürfen.

 

These 11

Engel bringen Bibel, Tradition und Gegenwart ins Gespräch. Der Engel ist nicht nur Medium der Vernetzung biblischer Offenbarungen Gottes in höchst unterschiedlichen Kontexten, sondern in seiner Gestalt befreit Gott auch in nachbiblischer Zeit den Menschen. Das gilt von den Kirchenvätern, den Heiligen, über das gesamte Mittelalter bis zur Gegenwart. Keine biblische Mittlerfigur kann so wie der Engel auf eine ungebrochene Präsenz verwei­sen. Diese zeitliche und räumliche Allgegenwart des Engels ermöglicht Anknüpfung und kritischen Vergleich gegenwärtiger Gotteserfahrung mit denen der Bibel.

 

These 12

Engel fördern den ökumenischen Dialog. Im Gegensatz zur katholischen Verehrung der Gottesmutter und der Heiligen ist der Engel eine von allen Konfessionen geteilte Mittlerfigur. Er ermöglicht besonders den Dialog mit der griechisch- und der russisch-orthodoxen Kirche.

 

These 13

Engel bringen Dichtung, Kunst und Theologie ins Gespräch. Dichtung und Kunst haben die religiöse Vorstellungswelt entscheidend beeinflußt. Die wechselseitige Beziehung von Dichtung, Kunst und Theologie kann am Bei­spiel der Engel exemplarisch verdeutlich werden. Damit wird die Rolle der Tradition als einer neben der Bibel das christliche Bewußtsein prägenden Kraft sichtbar.

 

These 14

Engel geben Einblick in die Entstehung der neutestamentlichen Gedanken­welt. Die neutestamentlichen Welt- und Gottesbilder sind unter Aufnahme, Abgrenzung und Umformung von Vorstellungen der religionsgeschichtlichen Umwelt Israels entstanden. Diese Genese kann am Beispiel der vorchristli­chen und außerchristlichen Engelvorstellung - wie sie etwa in der jüdisch­apokryphen Tradition dokumentiert ist - exemplarisch erschlossen werden.

 

These 15

Der Engel begleitet den Menschen durch alle Lebensalter. Die Rede von den Engeln gehört in den Kontext elementarer Anfänge religiöser Erziehung (Gebet mit den Eltern, Kindergarten, Grundschule), wo grundlegende und bleibende religiöse Vorstellungen geprägt werden, und in den Kontext der Rede von den letzten Dingen (Sterben, Tod, Auferstehung). Er verbindet somit nicht nur biblische und außerbiblische Tradition, christliche und außerchristliche Glaubenwelten zu einem Dialog, sondern auch die Lebens­alter der Menschen.

 

 

 

Bibliographie „Engel“ von Uwe Wolff

 

-: Die Wiederkehr der Schutzengel. In: Rheinischer Merkur vom 29. September 1989.

-: Himmlische Helfer an der Zeitmauer. Die Engel kehren im Dämmer der Moderne wieder: In: Lutherische Monatshefte 12/1989.

-: Himmlische Chöre oder Der Engel frohe Lieder. In: Rheinischer Merkur vom 15. Dezember 1989.

-: Bitte keine Flügel stutzen! In: Rheinischer Merkur vom 22. Dezember 1989. S. 17.

-: Auf der Himmelsleiter. In: Braunschweiger Beiträge 53-3/1990. S. 5--25. 

-: Auf den Spuren der Engel. In: Engel und Dämonen. Wiederkehr mythologischer Rede vom Bösen und Guten? Herrenalber Protokolle 79/1990. S. 39-54.

-: Lesen lernen im Buch des Lebens. Hans Blumenberg zum Geburtstag. In: Akzente 3/1990. S. 264-267.

-: Himmel und Hölle öffnen sich wieder. Warum wir noch immer Engel brauchen. In: Stuttgarter Zeitung vom 22. Dezember 1990. S. 46.

-: Die Engel fliegen wieder. Zur Renaissance eines religiösen Phänomens. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 24. Dezember 1990.

-: Die Wiederkehr der Engel. Boten zwischen New Age, Dichtung und Theologie. EZW-Texte. Impulse Nr. 32. 35 Seiten. 1991.

-: Der Geist ist willig, doch der Bauch ist schwach. (Rez. Peter Brown. Die Keuschheit der Engel. Sexuelle Entsagung, Askese und Körperlichkeit am Anfang des Christentums). In: Rheinischer Merkur vom 11. Oktober 1991. S. 44.

-: Himmlische Körper. Rezension von Peter Browns „Die Keuschheit der Engel„ In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 18. November 1991. 

-: Der Engel Flügel wachsen hören. Kapitel einer Angelologie der Jahrtausendwende. In: Neue Zürcher Zeitung Nr. 297 vom 21./22. Dezember 1991. S. 53-54. 

-: Die Engel fliegen wieder. In: Mut. Forum für Politik und Geschichte. Dezember 1991. S. 58-68. 

-: Die Botschaft der Engel. Ein erfahrungsbezogener Zugang zur Gottesfrage. Klett Verlag. Stuttgart (= Stundenblätter Schülerheft und Lehrerkommentar). 1992.

-: Wo sich die Pforten der Wahrnehmung öffnen. Epiphanien in der Literatur. In: Rheinischer Merkur vom 3. Januar 1992.

-: Der ganze Himmel und die ganze Erde. Christen brauchen die Herausforderung der Heiligen. In: Lutherische Monatshefte. April 1992. S. 157-161.

-: Die Wiederkehr der Engel. Zu einem erstaunlichen Phänomen – längst vor der Weihnachtszeit. In: Idea Nr. 11/1992. S. III-IV. Zugleich in: Idea-Spektrum 48/1992. S. 14-15.

-: Die Engel fliegen wieder. In: Arbeitshilfe für den evangelischen Religionsunterricht an Gymnasien. Heft 50. Hrsg. von Jochen Papst. Hannover 1992. S. 53-66. 

-: Breit aus die Flügel beide. Von den Engeln des Lebens. Verlag Herder. Freiburg. 240 Seiten. 1993. 42006.

-: Gottesdämmerung. Auf den Spuren einer Sehnsucht. Verlag Herder. Freiburg. 224 Seiten. 1994.

-: Im Lichte des Glücks. Träume vom Paradies, fromm und profan. In: Stuttgarter Zeitung vom 5. Februar 1994.

-: Das große Buch der Engel (Anthologie mit Farbtafeln). Verlag Herder. Freiburg. 280 Seiten. 1994. 42007.

-: Himmlische Grenzgänger. „Engel der Liebe“ – Ein Themenabend bei „arte“. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 27. Dezember 1994.

-: Unter Deinen Flügeln geborgen. Legenden vom Geheimnis der Engel. (Anthologie mit Farbtafeln). Verlag Herder. Freiburg. 120 Seiten. 1995. 21995.

-: Der gefallene Engel. Von den Dämonen des Lebens. Verlag Herder. Freiburg. 256 Seiten. 1995.

-: Und der Engel ließ mich nicht los. Erfahrungen mit unsichtbaren Freunden. Verlag Herder. Freiburg. 120 Seiten. 1996. 21997.

-: Engel sind Liebende. Gedanken zum Schutzengelfest am 2. Oktober. In. Deutsche Tagespost vom 1. Oktober 1996.

-: Die Engel – Himmlische Wegbegleiter. In: Die Entdeckung des Himmels. Loccumer Protokolle 27/1998. S. 59-93.

-: Wo ist das Paradies? Von der tiefen Sehnsucht in Werbung und Religion. In: Auftrag und Weg. Thema: Werbung. 4/1998. S.133-134.

-: Engel sind Gottes Strahlungen für Menschen, die ihre Seele auf Empfang schalten. Interview mit dem Magazin Contrapunkt. 6/1998. S.14-15.

-: Der Engel an meiner Seite. Biographische, biblische und meditative Zugänge zum Geheimnis der Engel als Begleiter auf dem Lebensweg. Anthologie zur Tagung des Loccumer Arbeitskreises für Meditation vom 4.-6. Dezember 1998. (Zusammen mit Elisabeth Borries).

-: Die Engel – Himmlische Wegbegleiter. In: Barbara Hallensleben (Hrsg.). Un ange passe . . . Ökumenische Wegzeichen. Universität Fribourg Suisse. S. 5-24. Fribourg 1999.

-: Das quälende Gefühl der Entzweiung: Licht und Schatten bei C. G. Jung und Ernst Jünger. In: Thomas Arzt (Hrsg.). Jung und Jünger. Gemeinsames und Gegensätzliches in den Werken von Carl Gustav Jung und Ernst Jünger. Königshausen und Neumann Verlag. Frankfurt a. M. 1999. S. 163-180.

-: Die Engel – Himmlische Wegbegleiter. In: Lernort Gemeinde. Zeitschrift für spirituelle Praxis. Heft 4/1999. S. 31-36.

-: Engel in der modernen Literatur. Dort, wo man sie nicht erwartet. In: Markwart Herzog (Hrsg.). Die Wiederkunft der Engel. Beiträge zur Kunst und Kultur der Moderne. Irseer Dialoge. Band II. Kohlhammer Verlag 2000. S. 83-98.

-: Singen, Beten, Tanzen – Ein Vorgeschmack auf den Himmel. In: Forum Loccum Nr.2/ Mai 2000. S. 20-21.

-: Alles über Engel. Aus dem himmlischen Wörterbuch. Herder-Spektrum. Freiburg 2001.

-. Die Reise ins Labyrinth. Unterwegs zur eigenen Mitte. Herder-Spekrum. Freiburg 2001.

-: Gelobt seist Du mein Herr... Impressionen einer franziskanischen Pilgerfahrt. In: Antoniuskalender 2001. S. 75-82.

-: Vom himmlischen Flugverkehr der Engel. In: Hans-Werner Kalkmann. „Er fliegt und fliegt“  (Ausstellungskatalog )S. 49-56.

-: Grenzgänger mit Flügeln. Das Thema Engel braucht einen Platz nicht nur im Fachsortiment. In: BuchMarkt Juli 2001. S. 134-135.

-: Auf den Spuren der Engel. Warum Engel uns faszinieren. In: Leseforum Winter/2001. S.4-5.

-: Der Engel des Lichts. Weihnachtliche Gedanken zu einem romanischen Kunstwerk. In: MUT. Forum für Kultur, Politik und Geschichte. Nr. 412. Dezember 2001. S. 10-13.

-:  Alles über die gefallenen Engel. Aus dem Wörterbuch des Teufels. Kreuz    Verlag. Stuttgart 2002.

-: Die Engel von Ground Zero. In: Margot Kässmann (Hrsg.). Glauben nach Ground Zero. Kreuz Verlag. Stuttgart. S. 136-144.

-: Sieben Engel hat der Mensch. Wie sie dich durchs Leben leiten. Kreuz Verlag 2003. 22004.

-: Wo war Jesus zwischen Karfreitag und Ostersonntag? Das Leben Jesu für unsere Zeit erzählt. Kreuz Verlag. Stuttgart.

-: Welche Farbe hat die Himmelstür. Symbole der Weltreligionen für unsere Zeit erklärt. Kreuz Verlag 2003.

-: Satanismus. Spiel mit dem Bösen in der Jugendszene. In: MUT: Nr. 426.  S. 54-57.

-: Das kleine Buch vom Schutzengel. Kreuz Verlag  2003.

-: Jeder Tag hat seinen Engel. Kreuz Verlag 2003.

-: Der Engel der Stille behüte dich. Gütersloher Verlagshaus. Gütersloh. 2005.

-: Kinderbriefe an den Schutzengel. Gütersloher Verlagshaus. Gütersloh 2006.