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Der Schreibtisch des Philosophen Hans Blumenberg
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Dadini Blumenberg, Chefredakteurin der Familienzeitschrift "Fundgrube",  hatte unserem Blogger im Hundefell eine Frage zur Erörterung vorgelegt. Sie lautete: "Wie alt kann man mit Hans Blumenberg werden?"

Tobits Beitrag erschien am 24. Dezember 2019.  Wir drucken ihn hier exklusiv nach. 

Für Leser mit wenig Lese- und Lebenszeit sei das Ergebnis von Tobits wissenschaftlicher Untersuchung vorweggenommen: Blumenberg-Leser können einhundert Jahre alt werden. Über das Höchstalter von Leserinnen besitzt die Forschung z.Z. noch keine empirisch gesicherten Daten, weil es kaum Blumenberg-Leserinnen gibt. Über die Gründe demnächst mehr.

 

 Unser stolzer Blogger als alter Hund (*15. März 2010) auf seiner Chill-Out-Matte

 

 

Es gibt Menschen, die muss man sich auf Distanz halten. Sonst sieht man bald ganz schön alt aus. Diese Menschen sind einfach Raum einnehmend. Sie verpesten mit ihrer Gegenwart die Atmosphäre. Sie haben eine andere Mentalität oder ein bleibend fremdes Temperament. Sie können oder wollen nicht eine gemeinsame Sprache sprechen. Kurzum, ihre Gegenwart tut der Seele nicht gut.

 

Zur „Abgrenzung“ raten auch Psychologen, wenn sich Fremdes nicht integrieren oder inkludieren lässt. Leicht gesagt, schwer getan. Besonders wenn es sich um leibliche oder geistige Väter von Format handelt. Franz Kafka hat in seinem berühmten „Brief an den Vater“ (1919) gezeigt, wie Abgrenzung nicht funktioniert: Trotz täglicher Schreibrituale vermochte er sich den Vater nicht von der Seele schreiben. Dabei konnte Franz von vergleichsweise optimalen Voraussetzungen ausgehen. Klaus Mann musste gegen einen Nobelpreisträger als Vater anschreiben. Das konnte nicht gut gehen und endete mit dem Freitod. Hermann Kafka dagegen war wie der finnische Jahrhundertläufer Paavo Nurmi ein Galanteriewarenhändler ohne literarische Ambitionen. So hätte es eigentlich für Franz keine Probleme geben dürfen. 

 

Franz wurde mit Hermann Kafka als Vater nur 41 Jahre alt. Vielleicht hätte er seinen „Brief an den Vater“ nicht schreiben sollen oder, als er ihn schon geschrieben hatte, hätte er ihn dem Adressaten übergeben sollen. Ja, die Nachwelt glaubt es oft besser zu wissen. Aber weiß sie es auch besser? Kennt sie die Nöte des begabten Kindes? Vor allen Dingen, geht es bei Franz überhaupt um den leiblichen Vater und nicht vielmehr um „absolute Metaphern“ für Vater Staat oder den Vater im Himmel?

 

Für Außenstehende bleibt die Vaterbeziehung eines Menschen fast immer ein Rätsel. Von außen sieht alles so klar, so leicht lösbar aus, was für Söhne und Töchter so vertrackt ist. Denn der Vater ist ja eine große Gestalt und wird zu Recht bewundert. Er weiß so viel. Er kann die ganze Welt erklären. Er setzt sich im Beruf durch. Alle bewundern ihn, alle suchen seine Nähe. Trotz aller Zuwendung durch Belustigungen beim Kindergeburtstag (Briefmarkenwettbewerb) oder beim gemeinsamen Spiel mit der elektrischen Eisenbahn (acht Lokomotiven fahren gleichzeitig)  ist doch zu wenig Platz für das eigene Kind. Manche Kinder erkennen dieses Unvermögen und gehen auf räumliche oder innere Distanz. Schon in der Berufswahl grenzen sie sich von den Wünschen des Vaters ab. Sie spüren deutlich: Wenn ich mir den Alten nicht auf Abstand halte, dann werde ich nicht alt. Aber vielleicht spielt die Psychohygiene gar keine Rolle? Vielleicht liegt alles nur in den Genen? Henning Ritter zum Beispiel wurde nur knapp 70 Jahre alt. Doch er konnte seinen berühmten Vater dafür nicht verantwortlich machen, denn Joachim Ritter wurde auch nur 71 Jahre. Ernst-Georg Jünger erreichte das 75. Lebensjahr, sein Sohn Ernst Jünger beinahe das 103. Jahr. Dabei hat er sich ein Leben lang am Vater gerieben. Diese Arbeit am Vaterbild kann offenbar auch ein Jungbrunnen sein. 

 

Die Frage „Wie alt kann man mit einem Blumenberg als Vater werden?“ hat natürlich auch Hans Blumenberg selbst beschäftigt, als er das Sterbealter seines Vaters Josef Carl Blumenberg (1880–1949) überschritten hatte und das 70. Lebensjahr vollendete. Von da an begannen ihn die einst übermenschlich erscheinenden Kräfte langsam aber stetig zu verlassen.

 

Zu den frühen Arbeiten von Hans Blumenberg gehört ein Aufsatz über Franz Kafkas „Brief an den Vater“. Da hatte er selbst mit seinem über alles geliebten Vater gebrochen. Josef Carl Blumenberg muss eine Großraumseele gehabt haben. Unermüdlich förderte er seinen hochbegabten Sohn in seinen vielfältigen Interessen. Die Lust zu schreiben, zu lehren und zu belehren war seinem Sohn als Talent mit auf den Weg gegeben. Aber der Vater verlieh der Autorschaft Form und Gestalt, indem er über Jahre den Druck der Zeitschrift des zwölfjährigen Genies finanzierte. Sie trug den ehrgeizigen Titel „Erdball und Weltall“, denn für das Große und das Ganze fühlte sich bereits der Knabe zuständig.

 

Vater und Sohn waren also über Jahrzehnte ein Herz und eine Seele gewesen. Gemeinsam hatten sie die schwere Zeit zwischen 1933 und 1945 durchgestanden. Endlich war der Krieg vorbei. Und plötzlich zerstritten sich Vater und Sohn. Hans Blumenberg war nun selbst Vater geworden und hätte aus eigener Erfahrung wissen können, wie schwer es ist, Beruf, Berufung und Familie gerecht zu werden. Die Gründe für den Streit zwischen Vater und Sohn waren von außen betrachtet so banal wie Familienkonflikte eben sind, wenn man mit drei Generationen und einer polnischen Haushälterin unter einem Dach wohnt und die kleinen Fragen des Alltags und die großen des Erbes anstehen. Am Ende hatten sich Vater und Sohn vollkommen zerstritten und keiner hätte so recht einen Grund nennen können. Aber mit Vernunft kommt niemand dem Spinnennetz der Familie bei. Man kann es zerreißen. Aber die Fäden bleiben an den Fingern kleben.

 

Der Vater gehört zu den großen ewig rätselhaften Lebensthemen. Lebensthemen erkennt man daran, dass man sie nicht los wird, auch nicht im Älterwerden und nicht im hohen Alter. Das hat seine guten Seiten. Denn das Bild des Vaters verliert  an Statik. Es wird weicher, wandelt sich, zeigt andere Seiten. „Wie alt muss der Sohn werden, bis er den Vater versteht!“, sagte einmal Ernst Jünger, der seinem Vater sehr viel zu verdanken hatte und ihm vielleicht gerade deshalb das Leben schwer machen musste. Die Söhne setzen ja nicht nur dem Alten zu, sie geben ihm ja im Widerstand und Widerspruch die Chance der Bewährung eigener Talente.

 

Niemand wählt sich sein Lebensthema. Es wird ihm mit dem Leben selbst gestellt. Deshalb kann auch kein anderer, nicht einmal geliebte Menschen, Ehefrauen und beste Freundinnen, oder Wegbegleiter wie Katzen oder treue Hunde, die Bürde des Lebens abnehmen. Vierbeiner können keine menschlichen Probleme lösen, aber ihre Gegenwart schenkt überreichen Trost in vielen Notlagen. Niemand wusste den wortlosen Beistand dieser Seelsorger auf vier Pfoten mehr zu schätzen als der junge Tierhalter Hans Blumenberg. Kein Wunder, dass er die Hundefreunde Friedrich Hebbel und Theodor Fontane schätzte.

 

Die meisten Menschen haben keine Lebensthemen. Sie interessieren sich heute für dies, morgen für das. Lebensthemen sind eine Auszeichnung und eine Last, ein Auftrag und eine Zumutung, eine Berufung und eine Bürde, ein Schicksal eben, ein Verhängnis, ein anvertrautes Talent. Es gibt sie nur in der unauflösbaren „Verknotigung“ („Ännchen von Tarau“) von Liebe und Leiden.

 

Zu diesen Lebensthemen gehört auch der „absolute Vater“.  Hans Blumenberg ist 32 Jahre alt und Vater von zwei Kindern, ein drittes ist unterwegs, als er Kafkas fiktiven Brief an den Vater für die „Düsseldorfer Nachrichten“ (8. November 1952) und das Feuilleton seines Freundes Alfons Neukirchen bespricht. Kafka war nur vier Jahre älter, als er den Brief niederschrieb, doch ihm fehlte jede Erfahrung als Ehemann und Familienvater.

 

„Und dies ist wirklich eines der wesentlichen Dokumente menschlicher Existenz überhaupt!“, schreibt Blumenberg enthusiasmiert. Was macht einen „absoluten Vater“ aus? Die Unerreichbarkeit und zugleich seine Unentrinnbarkeit. Das Gefühl einer „bodenlosen Nichtigkeit“ ihm gegenüber. „Die Anstrengungen des Sohnes, sich gegen diesen Vater zu behaupten, ja nur neben ihm auch noch dasein zu können, sind ebenso sinn- und hoffnungslos wie notwendig.“ Das klingt paradox und ist es auch - wie alles Wesentliche im Leben. Ein Kreuz eben.

 

Der junge Blumenberg hat noch keine Vorstellung von dem, wie erwachsen werdende Kinder ihren Vätern zusetzen können. Er lässt seine Kinder taufen. Er spricht mit ihnen das Abendgebet und schließt darin die verstorbenen Großeltern mit ein. Ihm geht es nicht um eine authentische Erinnerung an einen wirklichen Vater, sondern um „ein Bewusstsein des Absoluten und des ihm Unterworfenseins“, um eine „Transfiguration des Absoluten“ in die Gestalt des Vaters. Das heißt: Wer als Sohn den Vaters angreift, der hat sich das falsche Objekt seiner Auseinandersetzung gewählt. Denn der Vater ist „nur Verkörperung und Funktion eines Lebensgefühls“. 

 

Dieses Lebensgefühl wurde zu Hans Blumenbergs Lebensthema. Es ist das Ringen mit dem Absoluten oder biblisch gesprochen Jakobs Kampf mit dem Engel. Kafkas Brief an den Vater thematisiert in Vater und Sohn die „Urspaltung, die unüberbrückbar den Menschen und das Absolute auseinanderreißt“. Dieses Getrenntsein im Lieben und Leiden zu erfahren, ist aber für den ehemaligen Priesteramtskandidaten Hans Blumenberg eine Auszeichnung, ein Zeichen der Erwählung und der Gnade. 

 

Jeder Sohn mag einmal in seinem Werden mit dem Vater hadern, ihn vielleicht anklagen oder gegen ihn rebellieren. Kann er sich nicht mit ihm aussöhnen, so zieht er seiner Wege und lebt - so weit es ihm möglich ist - unangefochten durch die Existenz des Vaters. Die Sache mit dem Vater ist im günstigen Fall wie die Sache mit Gott „ad acta“ gelegt. Blumenberg nennt diese Sphäre die „dritte Welt“. Darin wohnen Menschen außerhalb des „Dramas der Transzendenz“, glückliche Menschen ohne Lebensthemen. 

 

Das Drama der Erwählung und des Herausgegriffenseins aus der Menge der Gleichgültigen besteht in der paradoxen Erfahrung von „Qual, Scham, Schuld, Erniedrigung“ gegenüber dem Vater und zugleich einer unaufgebbaren Liebe. Unaufgebbar, weil nicht der Sohn den Vater erwählt hat, sondern der Vater den Sohn. Dieses Drama des erwählten Kindes können -im Bild gesprochen- auch jene Geschwister nicht nachvollziehen, die sich vom Vater schon längst „abgeseilt“ und emanzipiert haben. Der Erwählte hat keine Wahl. Er wird den Vater nicht los, wie alt er auch werden mag. Die Vaterfrage kann nicht „gelöst“ werden. Aber sie kann zur Ruhe kommen, wie es Blumenberg in seiner „Matthäuspassion“ versucht hat.

 

„Wie alt kann man mit Hans Blumenberg werden?“ Das ist eine diätetische und psychohygienische Frage der work-life-balance. Zu viel Blumenberg schadet eindeutig der Gesundheit. Das gilt besonders für jene Jungforscher, die sich auf Blumenberg-Tagungen und -symposien an allzu komplexen und komplizierten Texten aus dem Nachlass des Philosophen abarbeiten. Tunnelblick und hypertrophes Selbstbewusstsein wurden hier bereits von betreuenden Neurologen attestiert. Auch das an heutigen Universitäten weit verbreitete betreute Forschen für Jungakademiker bietet keine Sicherheit vor mentalen Verwirrungen oder gar Abstürzen. Aus gesundheitlichen Gründen sollte die Arbeit am Mythos von Hans Blumenberg erst für die Generation 45plus erlaubt sein. In diesem Alter veröffentlichte der Meister „Die Legitimität der Neuzeit“ (1966). 

 

Achtsamkeit für die Besteigung des Blumengebirges gilt auch für die Generation 50plus. Der Name dieses Massivs klingt verlockend, ja idyllisch. Aber so mancher Wanderer fand keine Wildblumen und -kräuter im Blumengebirge vor, sondern schroffe Felsen des Übermutes, tiefe Abgründe  des Selbstzweifels, eisige Wüsten der Schwermut und war für diese Extreme nicht mit passender Outdoor-Kleidung und Klettergerät ausgerüstet. Wie Fridtjof Nansen und Ernst Jünger kannte Blumenberg die dunkle Nacht und das Schweigen und erlebte sie zugleich Quelle der Produktivität. Von diesen ungeheuren inneren Landschaften der Kreativität, diesem Vatnajökull unter dem Gletschereis wissen die meisten Blumenbergforscher nichts aus eigener Erfahrung. (vgl. Lk 23.34) Ab 60plus wird der bleibende Rückzug aus diesen extremen Regionen von Hausärzten und Psychologen dringend empfohlen.

 

Man kann also durchaus alt werden mit Hans Blumenberg, aber nur wenn man das aktive Klettern sein lässt und sich vergangener Erlebnisse erfreut. Doch auch das Alter ist vor Narrheit nicht gefeit. XY (Name der Redaktion "Fundgrube" bekannt), der inzwischen älter als Hans Blumenberg geworden ist, rühmt sich in einer aktuellen Veröffentlichung nicht stattgefundener Begegnungen mit dem Philosophen in Münster. Auch der verstorbene  YX (ebenfalls der "Fundgrube" bekannt) berichtete in der ZAF von Treffen, die nie zustande kamen. Wer im Alter von Ü70 noch immer am „absoluten Vater“ hängt und nur von eingebildeten Erlebnissen zu berichten weiß, der verdient unser Mitgefühl. Dennoch: XY ist mit Hans Blumenberg immerhin 76 Jahre alt geworden. Zur Fundierung einer wissenschaftlichen Antwort auf die uns vorgelegte Frage, wäre eine Untersuchung des Alters von Blumenbergs Assistenten hilfreich. Erreichten diejenigen ein höheres Alter, die irgendwann die Kurve kriegten, auf Distanz zu ihrem Meister gingen und ohne Blumenberg weiter lebten? Wahrscheinlich nicht. Ein Leben ohne Hans Blumenberg ist auch nicht ohne Risiko und Nebenwirkungen. Immerhin erreichte der Erosoph und aufsässige „Sohn“ Ferdinand Fellmann das 80. Lebensjahr.

 

Ich hätte nichts gegen die Gründung eines Sonderforschungsbereichs „Lesezeit und Lebenszeit bei Hans Blumenberg“ und wäre bereit, den Forschungsantrag in erster Fassung vorzulegen. Meine These lautet: Mit Hans Blumenberg kann man bei guter Balance von Lesezeit und Lebenszeit in geistiger und körperlicher Frische einhundert Jahre alt werden. Dieses Alter erreichte nämlich Blumenbergs Urfreund Walter Kropp (1919 - 2019). Die beiden bewohnten eine Zelle im Priesterseminar Limburg. Während des Krieges verband sie ein intensiver Briefwechsel. Blumenberg versorgte ihn mit Büchern („nimm und lies“). Kropp besuchte den jungen Familienvater in Bargteheide, spielte mit den Kindern und lehrte sie das Beten. Als er am 18. April 1949 im Limburger Dom die Priesterweihe empfingt, sandte ihm sein ehemaliger Stubennachbar eine schöne Reproduktion der Sixtinischen Kapelle mit der Widmung „dem guten Freund“. Dann kamen Jahre und Jahrzehnte unterschiedlicher beruflicher Entwicklung. Doch hielt das Band der Freundschaft bis in die letzten Lebensjahre von Hans Blumenberg. 

 

Blumenberg hat die abnehmenden Kräfte seines Alterns deutlich gespürt und auch gegenüber dem Priester ausgesprochen. Am 22. Januar 1994 blickt er auf die deutsche Universität und wird dann sehr persönlich und so versöhnlich, wie man es sich für sein eigenes Alter nur wünschen kann.

  

Walter Kropp hat einen einfühlsamen Nachruf auf seinen Freund geschrieben. Zu sagen, er habe noch weitere 25 Jahre im Gedenken an Hans Blumenberg gelebt, wäre zwar zutreffend, würde aber die Dimension des „absoluten Vaters“ ausklammern. In seinem Nachruf vom Sommer 1997 in der Studentenzeitschrift „Upwärts“ der Hochschulgemeinde St. Georgen SJ spricht Walter Kropp vom ewigen Ruhestand. Die Abkürzung „i.R.“ bedeute „doch wohl in Ruhestand oder in Ruf- und Reichweite.“ Das ist Priesterhumor. Er weiß, dass alle Altersfragen weit über den Horizont von Lebenszeit und Weltzeit hinaus in die Ewigkeit reichen. Weshalb er nach seiner Würdigung dem Vorausgegangenen ein fröhliches „Arrivederci Hans!“ über den Abgrund der Zeit zuruft.

 

Und Axel? Axel Colly? - "Arrivederci Axel!"

 

 

 

Tobit mit dem klassischen Entspannungsgähnen nach getaner Arbeit